Deutsche geben weniger Geld für Wein aus

Die deutschen Konsumenten waren 2010 beim Weineineinkauf sparsamer als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) sanken die Ausgaben für Wein in Deutschland – bezogen auf alle Herkünfte und Einkaufsstätten – um 2,7 Prozent. Der Wein­absatz verzeichnete ein leichtes Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen stützt das DWI auf Erhebungen des Marktforschungsunternehmens GfK.

„Ein wesentlicher Grund für die rückläufigen Umsätze sind verstärkte Sonderangebotsaktionen für Wein im Lebens­mittel­handel, der inklusive der Discounter 54 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Weinmarkt ausmacht”, erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Darüber hinaus seien in diesem Handelssegment eine sehr große Preisaggressivität der ausländischen Anbieter sowie eine hohe Preissensibilität bei den Verbrauchern zu beobachten .„Aufgrund der höheren Produktionskosten in unseren Anbaugebieten positionieren sich die deutschen Erzeuger mit ihren Weinen stärker im Mittelpreissegment“, so Reule weiter.

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Neues Analyseverfahren erkennt Wein-Inhaltsstoffe

Jeder Wein ist auf molekularer Ebene ganz individuell zusammengesetzt und besitzt seinen eigenen chemischen Fingerabdruck. Das haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI) in Potsdam über eine innovative Analysemethode herausgefunden. Mit Hilfe hochauflösender Massenspektrometer, die einzelne Substanzen aufgrund geringster Unterschiede ihres Molekulargewichts erkennen, ermittelten die Forscher rund 8.000 verschiedene Inhaltsstoffe, die im Wein vorkommen. Mehr als die Hälfte dieser chemischen Verbindungen ist noch unbekannt.

„Wein besteht im Wesentlichen aus Wasser, Alkohol und einer Vielzahl kleiner Moleküle, den Metaboliten”, sagte Professor Lothar Willmitzer vom MPI gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten. Dabei hinterlassen Faktoren wie Boden, Witterungsverlauf und Kellerbehandlung Spuren im Wein und bestimmen dessen molekulare Zusammensetzung. “Der Wein hat eine Art Gedächtnis, in dem seine gesamte Geschichte gespeichert ist”, erklärte Willmitzer. So seien Herkunftsgebiet, Jahrgang, Sorte und Qualität eindeutig messbar. Der Professor ist überzeugt, dass das neue Analyseverfahren bald in der Qualitäts- und Herkunftskontrolle angewandt wird.

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Rosé beliebt, Koch ausgezeichnet

SektkellereienAnlässlich der Verleihung des “Deutschen Sektkulturpreises Helmut Arntz” an den Weinrechtsexperten Prof. Dr. Hans-Jörg Koch zeigt sich der Verband Deutscher Sektkellereien optimistisch. Der Gesamtzuwachs ist zwar bescheiden, doch Rosé-Sekt scheint zu boomen.

Für seine besonderen Verdienste um den Sekt ehrte der Verband Deutscher Sektkellereien Prof. Dr. Hans-Jörg Koch. In der Begründung zur Preisverleihung heißt es, dass insbesondere der von Koch begründete Kommentar zum Weinrecht eine unverzichtbare Stütze für alle sei, die sich professionell mit Wein und Sekt befassten.

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Burgunder im Mittelpunkt

ProWeinDas Deutsche Weininstitut (DWI) wird auf der ProWein 2011 die drei wichtigsten Burgundersorten in den Mittelpunkt seiner Präsentation stellen.

Unter dem Motto “Burgunder Hoch Drei – The Pinot Trio” werden in Düsseldorf Spätburgunder, Grau- und Weißburgunder präsentiert. Mit rund 20.000 Hektar machen sie zusammen ein Fünftel der deutschen Rebfläche aus. Darüber hinaus bietet das DWI an seinem Stand ein Forum für die Präsentation überbetrieblicher Produkt- und Marketingkonzepte aus den Weinbaugebieten. Dazu zählen beispielsweise Weinpräsentationen aus Baden und Württemberg oder von Ecovin.

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Spitze im Weintourismus

Was den Weintourismus angeht, macht den Franken niemand etwas vor. Die bayerische Region ist bundesweit spitze.

Niemand ist beim Thema Weintourismus erfolgreicher als Franken. Wie der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, verbucht die Region jährlich 30 Millionen Tages- plus drei Millionen Übernachtungsgäste. Damit werde ein Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaft. Damit dies auch so bleibt, wird das Programm zur Förderung des Weintourismus um zwei Jahre verlängert. (WF)


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Ratskeller will chinesischen Markt erobern

Der Bremer Ratskeller will mit deutschem Wein auf dem chinesischen Markt punkten.

Wie der Weser-Kurier schreibt, will Karl-Josef Kroetz, Ratskellermeister Bremens, den chinesischen Markt von deutschen Weinen überzeugen. Eine Mitarbeiterin wird mitsamt 8.000 Flaschen aus verschiedenen Anbaugebieten nach China fliegen, um den Einkäufern der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie und anderen Interessierten die Vorzüge von Riesling & Co. zu vermitteln. Hilfestellung leistet, so die Bremer Zeitung, die norddeutsche Firma Melchers. Ziel der Maßnahme, die mindestens sieben Monate dauern soll, ist es, den Marktanteil deutscher Weine in China deutlich zu erhöhen. (WF/mit Material des Weser-Kuriers)


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Anschlag auf Uraltrebe

Auf einen mehrere hundert Jahre alten Rebstock ist ein Anschlag verübt worden. Die Pflanze gilt als Ahn des Grünen Veltliners.

Die Tat geschah im Burgenländer Ort Eisenstadt und hinterließ bei Winzern und Rebwissenschaftlern Ratlosigkeit. Die mehrere hundert Jahre alte Rebe, vor zwei Jahren von Wissenschaftlern als ein Elternteil des Grünen Veltliners identifiziert, wurde von Unbekannten zerstückelt. Ob die Rebe, deren Wert auf mehr als 100.000 Euro geschätzt wird, noch zu retten ist, war heute früh noch unklar.

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Messestand ?Down2Earth? vereint fünf Weinbauländer

New World @ProWeinAuf der internationalen Fachmesse ProWein vom 27. bis 29. März in Düsseldorf präsentieren sich fünf Weinbauländer der Neuen Welt mit der gemeinsamen Dialogplattform „Down2Earth“. An Stand 6/G90 in Halle 6 finden Seminare, Vorträge, Präsentationen und Verkostungen statt.

Winzerpersönlichkeiten aus Argentinien, Chile, Kalifornien, Neuseeland und Südafrika erläutern ihre Visionen und Erfolge im ökologischen Weinbau und diskutieren über die aktuelle Situation sowie soziale und ökonomische Standards in ihren Ländern. Lokale Weinbauvertreter und internationale Referenten informieren über die Vorzeigerebsorten der Neuen Welt und über Weine der Jahrgänge 2005 und 2006. Zu den Moderatoren zählen Lynne Sherriff MW, Direktorin des Institute of Masters of Wine, Klimawandel-Spezialist Pancho Campo MW, Felicity Carter, Chefredakteurin von „Wine Business International“, Prof. Dr. Monika Christmann von der Forschungsanstalt Geisenheim, Annemarie Foidl, Präsidentin des Österreichischen Sommelierverbands, sowie Sommelière und Autorin Christina Fischer.

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?WineStyle? verzeichnet neuen Besucherrekord

Mit rund 5.000 Besuchern übertraf die internationale Weinmesse „WineStyle“ vom 4. bis 6. Februar in Hamburg alle Erwartungen. Die diesjährige Veranstaltung lag damit um mehr als 40 Prozent über dem bisherigen Besucherrekord. Allein die Hälfte der Weinfreunde kam am Messesamstag in die Deichtorhallen, was zeitweise zu organisatorischen Engpässen führte.

„Die Gänge waren voll, und die Winzer an den Ständen hatten alle Hände voll zu tun, den Fragen und Verkostungswünschen der Besucher gerecht zu werden“, berichtet Veranstalter Erik Kohler von WMS Weinmarketing-Services. Auch bei den Verkostungsseminaren mit den Weinautoren Stuart Pigott und Rolf Klein herrschte großer Andrang.

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Streit um Ordensburg geht weiter

Georg Prinz zur Lippe, Inhaber des VDP-Weinguts Schloss Proschwitz, hält an seinem Investment in Thüringen fest. Nach Informationen der Sächsischen Zeitung besteht Lippe auf dem Kaufvertrag für die Ordensburg Liebstedt bei Weimar, den er Ende 2010 abgeschlossen hat. In der vergangenen Woche hatte die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht geltend gemacht, das ihr gemäß Kommunalordnung zusteht.

Der Prinz will einen Teil der mittelalterlichen Burganlage zum Weingut für seine nahe gelegenen Rebflächen ausbauen und eine Vinothek einrichten. Dafür sind Investitionen von bis zu drei Millionen Euro sowie die Schaffung von rund 25 Arbeitsplätzen vorgesehen. Lippe geht seinem Sprecher zufolge davon aus, dass der Kaufvertrag, der ihn „zu sehr viel verpflichtet“, weiter gültig sei.

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