WGN kritisiert "unqualifizierte Aussagen"

März 3rd, 2010 by shg-news

Mehr Bäume statt Kahlschlag im Kurpark / Investition in die Zukunft

BAD NENN­DORF (p­d). In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung kri­ti­siert die Wähl­er­ge­mein­schaft Nenn­dorf (WGN) die Äuße­run­gen des Na­tur­schutz­bund (Na­bu) -Vor­sit­zen­den Tor­ben Preuß in Be­zug auf die auf den Weg ge­brachte Kur­park-Sa­nie­rung (wir be­rich­te­ten). Die WGN nehme als Strei­ter für den Er­halt und die Re­kon­struk­tion des gar­ten­his­to­ri­schen Denk­mals die Be­mer­kun­gen des Vor­sit­zen­den mit Un­ver­ständ­nis und Ver­wun­de­rung zur Kennt­nis. Nach Auf­fas­sung der WGN wür­den alle vom neu ge­grün­de­ten Nabu-Vor­sit­zen­den ge­mach­ten Be­haup­tun­gen ins Leere lau­fen und stel­len sich bei ge­naue­rer Be­trach­tung eher als Pa­nik­ma­che dar.

Wei­ter heißt es, der Nabu führt an, dass bei der an­ste­hen­den Sa­nie­rung des Kur­parks 3.500 Qua­drat­me­ter Strauch­werk und 35 Bäume un­ter­schied­li­chen Durch­mes­sers ge­fällt wer­den sol­len und stellt dies als “­ver­werf­li­che Fre­vel­tat” dar. Preuß un­ter­lasse es aber dar­auf hin­zu­wei­sen, dass im Be­reich Es­pla­nade durch die Neu­ge­stal­tung 44 Lin­den, 19 Pla­ta­nen und später wei­tere 19 Lin­den ge­pflanzt wer­den. So­mit würde sich bei ei­nem Ver­lust von 35 Bäu­men eine Neu­an­pflan­zung von 79 Bäu­men, also 44 Bäume mehr als zur Zeit. “­Dies sollte für je­den Na­tur­schüt­zer ein Grund zur Freude sein, zu­mal es sich hier nicht um eine Na­tur­land­schaft, son­dern um eine denk­mal­ge­schützte Park­an­lage han­del­t”, führt der WGN-Vor­sit­zende Frank Steen for­t.

­Die Re­kon­struk­tion der Es­pla­nade un­ter der Berück­sich­ti­gung der his­to­ri­schen Struk­tu­ren sol­len den Platz ne­ben der Wan­del­halle für Ver­an­stal­tun­gen bes­ser nutz­bar ma­chen. Dafür müs­sen die An­fang der 70er Jahre an­ge­leg­ten Hü­gel­beete ent­fernt wer­den.

Dass die Um­ge­stal­tung dann einen ge­rin­ge­ren Pfle­ge­auf­wand als bis­her zur Folge ha­ben wird, sollte bei ü­ber­wie­gen­der Fi­nan­zie­rung durch Steu­er­mit­tel po­si­tiv ge­se­hen wer­den, ist die WGN ü­ber­zeug­t.

Wei­ter­hin macht die WGN deut­lich, dass die für die Kur­parksa­nie­rung auf­zu­wen­den­den Mit­tel zu mehr als die Hälfte aus Zu­schüs­sen der Städ­te­bau­sa­nie­rung und der Frem­den­ver­kehrs­för­de­rung kom­men, die be­stimmt nicht – wie vom Nabu ge­for­dert – in Kin­der­gär­ten, Schu­len und den Um­welt­schutz ge­lei­tet wer­den kön­nen. Die Mit­tel, die die Stadt aus ei­ge­ner ta­sche fi­nan­zie­ren müs­se, ent­spre­che in etwa den Auf­wen­dun­gen, die sie für die Sa­nie­rung des jet­zi­gen zu­neh­mend ma­ro­den Zu­stan­des leis­ten müs­se. “Im End­ef­fekt be­kommt Bad Nenn­dorf für das glei­che Geld wie­der einen his­to­risch au­then­ti­schen Kur­park.

Die WGN ist si­cher, dass sich dies in Zu­kunft für Bad Nenn­dorf po­si­tiv aus­wir­ken wird”, er­klärt Steen zum Ab­schluss der Pres­seer­klärung.



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