Während die gesamten österreichischen Warenexporte im Jahr 2009 um ca. ein Sechstel zurückgegangen sind, konnte der heimische Wein im Export weiter zulegen und besonders in schrumpfenden Märkten Marktanteile gewinnen, auch wenn allgemein zu leicht günstigeren Produkten gegriffen wurde. Die ersten Hochrechnungen zeigen mit 65 Millionen Liter ein sattes Mengenplus von 8,3 Prozent. Wertmäßig konnte der Rekord des Vorjahres mit 112 Millionen Euro fast gehalten werden (-0,8 Prozent).
Heimkonsum im Trend
Besonders im heimischen Lebensmitteleinzelhandel setzte sich der Trend der Vorjahre fort: Die Marktanteile stiegen weiter und erreichten 2009 einen Höchstwert. Beim seit Jahren leicht rückläufigen Weinkonsum von derzeit ca. 2,4 Millionen hl stellt die markanteste Veränderung die Verschiebung des Weinkonsums von der Gastronomie zugunsten des Heims dar. Der Heimkonsum setzt sich dabei aus Verkäufen ab Hof, im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und dem Fachhandel zusammen. Langfristig gesehen konnte Österreichs Wein in heimischen Supermärkten seit dem Jahr 2000 trotz steigender Konkurrenz aus dem Ausland satte Zuwachsraten verbuchen. Mengenmäßig stiegen die Marktanteile 2000 bis 2009 von 56,9 auf 65,2 Prozent: Das entspricht einem Plus von 14,6 Prozent.
Deutschland und Schweiz vorn
Ausschlaggebend für das gute Exportergebnis waren die positiven Entwicklungen in den zwei wichtigsten Exportländern Deutschland und Schweiz. Die Menge der österreichischen Weinexporte nach Deutschland stieg um beachtliche 8,4 Prozen, der Gesamtexportwert nahm um 2,3 Prozent zu. Die Schweiz weist für 2009 ein starkes Mengenplus von 17,3 Prozent bei einem stabilen Exportwert des Vorjahres (+0,8 Prozent) auf. (WF/Pressemitteilung)
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