Das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz hat bei weiteren Weinen den antimykotischen Wirkstoff Natamycin gefunden. Wie von Wein-Plus mehrfach berichtet, handelte es sich bereits bei den bisherigen Funden um argentinische Weine. Die zwei weiteren positiven Proben betreffen ebenfalls Rotweine aus Argentinien. Nachgewiesen sei Natamycin bislang in folgenden Weinen: Villa Paola, 2008, San Rafael (Losnummer: LOT N° 01/2009), Villa Atuel, 2008, San Rafael, Syrah Merlot (L-WT1377), Legend of Polo, 2007, Mendoza, Malbec (L 76605) und Terra Nova, 2008, Mendoza, Malbec (L: 90.0789). Die Weinüberwachungsbehörden in den betroffenen Ländern (Großbritannien, Dänemark, Österreich und Russland) wurden informiert“, so die Pressesprecherin des LUA. Alle Weine seien – soweit im Zugriff der rheinland-pfälzischen Behörden – von den Verantwortlichen aus dem Handel zurückgerufen worden. Das LUA habe seit Anfang November 146 Weine aus Drittländern untersucht und 5 davon beanstandet. 41 untersuchte Weine aus der EU und 29 untersuchte deutsche Weine seien frei von Natamycin gewesen. Die Koblenzer verweisen darauf, dass von dem Natamycin im Wein zwar keine Gesundheitsgefahr ausgeht. In Europa ist es allerdings verboten, Wein mit diesem Antimykotikum zu behandeln oder in Verkehr zu bringen. Importeure und Händler hätten nun vorsorglich (Eigen-)Initiative ergriffen und lassen die Weine aus ihrem Portfolio bei privaten Labors testen. In Argentinien solen laufen ebenfalls Recherchen laufen, um herauszufinden, wie das Natamycin in die Weine gelangen konnte. Möglicherweise soll das über RTK (rektifiziertes Traubenmostkonzentrat) geschehen sein, das mit Natamycin behandelt wurde. Die definitiven Ursachen sind derzeit aber noch nicht bekannt.
(MW/Pressemitteilung)
(MW/Pressemitteilung)
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