Danach stellten 60 % der Betriebe ein verstärktes Kundeninteresse an sogenannten Sommerweinen mit moderatem Alkoholgehaltfest fest, Absatzsteigerungen verzeichneten 49 % der Unternehmen. Auch für den Export räumen gut zwei Drittel der Weinerzeuger für diese Weine gute bis sehr gute Chancen ein. Als beliebteste Sommerwein-Rebsorte wird der Rivaner bzw. Müller-Thurgau gesehen. Für den Genuss an warmen Tagen ebenfalls sehr beliebt sind Rosé- und Weißweincuvées sowie schlanke Rieslingweine. Geschmacklich bewegen sie sich überwiegend im harmonisch trockenen bis halbtrockenen Bereich, mit moderaten Alkoholgehalten von zehn bis zwölf Volumenprozent.
„Die Herstellung von Weinen mit einer großen geschmacklichen Fülle bei gleichzeitig relativ geringen Alkoholgehalten ist eine Stärke der deutschen Weinerzeuger. Dies scheinen die Verbraucher zunehmend zu erkennen und schätzen zu lernen“, so das DWI. Erstmals hat das DWI im Rahmen der diesjährigen DLG-Bundesweinprämierung Sonderpreise für herausragende Sommerweine verliehen. Sieger der Kategorie „Bester Sommerwein 2009“ ist der 2008er Müller-Thurgau Kabinett „Mundart“ des Weinguts Georg Geiger & Söhne aus Thüngersheim in Franken. Mit dem Weingut Baldauf aus Ramsthal belegte ein weiterer Erzeuger aus Franken den zweiten Rang mit einem 2008er Silvaner Kabinett trocken. Auf Platz drei kam ein 2008er Riesling Kabinett halbtrocken aus der Lage Burrweilerer Altenforst des Pfälzer Weinguts Otmar Graf aus Weyher.
(MW / Pressemitteilung)
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