Das amerikanische Journal of Wine Economics sieht bei Weinprämierungen viel Glück im Spiel. Qualitative Bewertungen scheinen willkürlicher als bislang vermutet: Eine Analyse der Prämierung von über 4000 Weinen bei 13 US-amerikanischen Weinwettbewerben zeigte laut der jüngsten Ausgabe des Journals wenig Übereinstimmung bei den Maßstäben für den Erhalt von Goldmedaillen auf. Von 2.440 Weinen, die in mehr als drei Wettbewerben erfolgreich waren, errangen 47% Gold – aber 84% derselben Weine bekamen in anderen Wettbewerben überhaupt keine Auszeichnungen. Viele Weine, die einerseits als außerordentlich angesehen wurden, erschienen bei anderen Wettbewerben als unterdurchschnittlich.
Eine wahrscheinlichkeitstheoretische Analyse habe dann ergeben, dass der Gewinn einer Goldmedaille in einem Wettbewerb keineswegs die Wahrscheinlichkeit für den Gewinn in einem anderen Wettbewerb erhöht. Der Gewinn einer herausragenden Auszeichnung “is greatly influenced by chance alone” – reine Glückssache. (MW / Pressemitteilung)


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